Schloss Eberstein - Genshagen bei Berlin
Schloss Eberstein - Genshagen bei Berlin
Schloss Eberstein bei Baden Baden
Schloss Eberstein bei Baden-Baden
Wappen der von Ebersteins

Erste bis dritte Enteignung

Da die Geschichte des ehemaligen Rittergutes Genshagen, sowie des Schlosses und seiner Besitzer, der von Ebersteins, von den jetzigen Besitzern und/oder Nutzern in ihren Publikationen erst fehlerhaft erschien, dann aber so geändert wurde, dass die Ebersteins nunmehr, weder innerhalb ihres enteigneten Schlosses, noch außerhalb entsprechende Erwähnung werden, soll hier eine Kurzfassung der Historie von Gut, Schloß Genshagen und seinen rechtmäßigen Besitzern, der Familie von Eberstein, vor Vertreibung und späterer entschädigungsloser Enteignung geliefert werden. Wir halten es auch für angemessen, den politischen Vorgang der Enteignungen in der ehemaligen DDR noch einmal aufzuwärmen, da dieser in seiner Größenordnung einmalige staatliche Enteignungsvorgang in Europa bereits weitgehend vergessen ist, bzw. bei weiten Teilen der Bevölkerung unbekannt ist und war.

Die authentischste Darstellung, inklusive der Schilderung der über 1000-jährigen Geschichte der Familie von Eberstein, finden Sie in den Aufzeichnungen der letzten Herrin des Schlosses Eberstein-Genshagen, nämlich in ihren Memoiren. Rauthgundis Baronin von Eberstein fing mit 93 Jahren an, ihre Aufzeichnungen zu sammeln. Ihr spätes Leben führte sie von Genshagen nach San Francisco.
Das Buch beginnt um ca. 900 nach Christi bei den ersten Ebersteins, die die Kreuzzüge mitmachten und bis in die Neuzeit Einfluß in Politik und Staat hatten.


bildDas Buch trägt den Titel: "Eine Frau zwischen Tradition und Weltoffenheit" mit den Untertiteln: "Die Geschichte einer der ältesten deutschen Familien - Was wußten die Ebersteins über den Heiligen Gral?"
Die ISBN Nr. ist 978-3-8280-2597-4. Das Buch erschien bei Frieling.
bild

Weil die Technik den Zahn der Zeit zur Eile antreibt, wird heute bereits vergessen, was gestern war. Übermorgen wird niemand mehr wissen, wer eigentlich die früheren Eigentümer von Schloß Genshagen waren. Denjenigen, die dazu beitrugen, daß die vermutlich größte entschädigungslose Enteignungsaktion der jüngeren Geschichte in einer sogenannten Demokratie, vonstatten ging, kann dies nur recht sein, daß keine Bilder, Büsten, Gemälde oder Schriften der ehemaligen und rechtmäßigen Besitzer im Schloß Genshagen zu finden sind, so wie es in Schlössern und Burgen in den kultivierten Ländern um Deutschland herum, und auch besonders in Frankreich, usus ist. So ist niemand der ehemaligen Eigentümer mehr da. Und es hat den Anschein, als ob auch niemand je da war.

Mit der Geschichte der von Ebersteins und ihrem Besitz in Genshagen, 20 km vom Zentrum der früheren und jetzigen Hauptstadt Deutschlands, beginnt man am zweckmäßigsten mit der jüngeren Geschichte. Unpolitische Besucher von Schloß Genshagen, besonders junge Menschen, könnten fragen: "Wie alt ist dieses Haus wohl? Wer wohnte früher darin? Gehörte dies immer dem Staat? Sind die frÃüheren Bewohner ausgestorben? Warum sind sie nicht mehr da?" Usw. Die Antworten sind einfach. Die Wahrheit unbequem und unerwünscht.

Wie es (noch) allgemein bekannt sein sollte, enteignete der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl einen wesentlichen Teil der Besitzer von Immobilien in der DDR. Die entschädigungslose Enteignung und Überführung in Staatseigentum gab der Regierung Kohl die Möglichkeit, diese Immobilen zu veräußern und mit den Erlösen die nunmehr neuen Bundesländer in "Blühende Landschaften" zu verwandeln. So wollte die damalige Regierung die vor der Tür stehende Bundestagswahl 1990 gewinnen. Letzteres gelang ihr. Das Erstere, die "Blühenden Landschaften" zu generieren misslang, da der Staat nicht mit Geld umgehen kann, weil er dies auch nicht braucht, denn der Bürger stand und steht für den Staat stets und immer im Obligo.

Um die entschädigungslose Enteignung durchführen zu können, musste ein Grund gefunden werden. Dieser wurde erfunden und in die Behauptung (Lüge) einbetoniert, daß Russland seine Einwilligung zur Wiedervereinigung beider Deutscher Staaten, vor nunmehr fast einer Generation, davon abhängig gemacht habe, daß die nach Ende des zweiten Weltkrieges von der Sowjetunion verfügte sogenannte Bodenreform nach Vereinigung beider Deutschen Staaten nicht wieder rückgängig gemacht werden dürfe. Diese Behauptung stellte sich nach Einladung des damaligen russischen Ministerpräsidenten Michail Gorbatchow durch den "Göttinger Kreis", zur Diskussion im Berliner Kongreßzentrum vor einigen Jahren, als absolute Lüge heraus. Gorbatchow antwortete auf direkte Befragung, daß die Restitution von Bodenreformimmobilien im Zuge der Zusammenführung beider Deutschland nie Gegenstand von Verhandlungen mit der Bundesrepublik gewesen sei. Soweit der russische Ministerpräsident.

Nun der Grund zur Enteignung von Helmut Kohl und seinen Zuarbeitern generiert war, musste das Grundgesetz geändert werden, damit die Enteignung der Besitzungen legalisiert werden konnte. Die Änderung des Grundgesetzes wurde vom Bundestag beschlossen, nachdem die Abgeordneten von Kohl und seiner Mannschaft entsprechend missorientiert wurden. Soweit die Fakten. So kamen auch die Besitzungen der Familie von Eberstein-Genshagen in Staatseigentum und eine Entschädigung, fand nie statt, denn der Staat ist längst pleite, da er nicht mit Geld umgehen kann. Siehe hierzu bitte auch den Inhalt des letzten Kapitels "Zur Situation".
Stand: 20.04.2010